Im geschäft

Abfälle zu vermeiden heißt vor allem, Verschwendung zu vermeiden. Und Verschwendung zu vermeiden bedeutet in erster Linie, nichts Unnötiges zu kaufen. Die Abfallreduzierung beginnt also bereits im Geschäft. Befolgen Sie diese nützlichen Ratschläge – sie werden dabei sogar Geld sparen!

Ich fertige eine Einkaufsliste an.

Einen Einkaufszettel zu schreiben, nimmt nur wenige Minuten in Anspruch, wirkt sich beim Einkauf aber sehr zeitsparend aus.
Mit der Liste in der Hand vermeiden Sie Impulskäufe und konzentrieren sich auf das Wesentliche.
Zeitersparnis, Geldersparnis und ... schon wieder weniger überflüssige Abfälle.

Ich vermeide den Kauf von Einwegprodukten.

Wegwerfprodukte sind „out“! Sie sind irgendwann aus ökologischer und ökonomischer Umnachtung heraus entstanden. Papierservietten, Pappgeschirr oder Papiertischtücher, die nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden, kosten letztendlich wesentlich mehr als Stoff und Porzellan. Einmal abgesehen davon, dass zu einem gelungenen Fest ein schön gedeckter Tisch einfach dazu gehört – und darauf haben Papier und Pappe nichts zu suchen.

Ich überprüfe die Verfallsdaten.

Achten Sie beim Einkauf auf die Verfallsdaten. Vermeiden Sie den Kauf von beinahe abgelaufenen Waren - es sei denn, sie wollen diese ohnehin rasch verzehren.

Wichtig ist es dabei, die Etiketten richtig zu lesen und auch zu verstehen:

Zu verbrauchen bis ...“ entspricht der Haltbarkeitsgrenze. Nach Ablauf dieses Datums kann der Verzehr dieses Produktes die Gesundheit gefährden;

Mindestens haltbar bis ...“ bedeutet, dass das Produkt mit gewissen Qualitätseinbußen auch über dieses Datum hinaus noch genießbar bleibt.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter http://www.ecoconso.be/Halte-au-gaspillage-alimentaire

Ich kaufe nur das, was ich brauche.

Gerade dazu ist der Einkaufszettel unverzichtbar! Denn sogar im Supermarkt ist es bisweilen schwer, der Versuchung zu widerstehen. Ich beschränke mich auf das, was auf meine Liste steht und lasse mich vom Werbeteufel nicht verlocken.

Ich gebe Recyclingprodukten den Vorrang.

Kennen Sie den Unterschied zwischen einem recycelbaren Produkt und einem Recyclingprodukt?
Das Recyclingprodukt besteht zumindest teilweise aus recycelten Materialien, also aus Stoffen, die bei der Abfallaufbereitung gewonnen wurden.
Ein recycelbares Produkt hingegen, ist ein Produkt, das recycelt werden kann (man spricht auch von „wiederverwertbaren“ Produkten). Natürlich unter der Voraussetzung, alle Abfälle sorgfältig zu trennen.

Ich setze auf Nachfüllpackungen und Konzentrate.

Reinigungsmittel, Kosmetika, Waschpulver, Tonerkartuschen, Kaffee und vieles mehr gibt es „zum Nachfüllen“.  Man kauft den Behälter nur einmal und füllt anschließend den Inhalt auf.

So entstehen weniger Verpackungen und damit auch weniger Abfälle. Quod erat demonstrandum.

Zum Einkaufen nehme ich eine wiederverwendbare Tasche oder einen Einkaufskorb.

Zugegeben, die Stars an den Kassen der Supermärkte sind sie heutzutage nicht mehr ... Aber es werden leider immer noch allzu häufig kleine Plastiktüten angeboten ... und auch genommen. Das gilt besonders für kleinere Einkäufe, beispielsweise in der Apotheke.
Wussten Sie, dass eine Plastiktüte fast 1.000 Jahre braucht, um sich völlig zu zersetzen?
Denken Sie an diese Zahl, wenn Sie das nächste Mal im Supermarkt an der Kasse, am Gemüsestand... oder in der Apotheke stehen.

Sonderangebote studiere ich sorgfältig und hüte mich vor Aktionen, die mich nur in Versuchung führen sollen.

Mit einem Schnäppchen einige Cent oder sogar Euro einsparen zu wollen, ist Ihr gutes Recht.  Wenn Sie aber Ihre Abfallmengen reduzieren möchten, müssen Sie an zwei Dinge denken:
  1. Achten Sie bei verderblichen Lebensmitteln darauf, dass sich hinter der Sonderaktion kein zu nahes Verfallsdatum verbirgt.
  2. Außerdem sind viele Sonderangebote eigentlich Mengenrabatte. Kaufen Sie nur nach Bedarf, also nach der Größe Ihres Haushalts.

Und vergessen Sie nicht, dass das häufig gut sichtbar – am Kopfende eines Ganges – platzierte Produkt eine unwiderstehliche Versuchung ausüben soll ... derart beworbene Waren jedoch nur selten unverzichtbar sind. Bleiben Sie kritisch!

Ich verzichte auf überflüssige Spielereien.

Überflüssige Spielereien, dass sind die Apparätchen, die nachher ganz unten in der untersten Schublade, auf dem obersten Regal oder, je nach Größe, ganz hinten in der Garage landen... und dort auch bleiben! So verschieden sie auch sind, haben sie alle eines gemeinsam: Da sie nicht mit Überlegung eingekauft werden, bergen sie ein ganz hohes Abfallpotenzial.

Ich werde der Versuchung des „letzten Schreis“ nicht nachgeben.

Bevor Sie das tolle neue Smartphone oder den Tablet-Computer kaufen, stellen Sie sich nur eine Frage: Ist dieser Wechsel wirklich notwendig?
Bei technologischen Produkten, aber auch bei bestimmten Elektro-Haushaltsgeräten steckt hinter dem Kauf eines neuen Modells häufig der Wunsch, das Neueste zu besitzen; den letzten Schrei, eben.
Einen Schrei, den auch ihre Brieftasche vernimmt und der auf dem gesamten Planeten widerhallt.
Denn selbst wenn das Recycling von Altgeräten immer besser wird und einer wachsenden Menge von Bestandteilen ein zweites Leben geschenkt wird, entstehen bei diesem Wechsel Abfälle.

Ich kaufe Energiesparlampen.

Diese sind im Einkauf zwar teurer, aber die Investition zahlt sich deutlich aus.
Einige Zahlen sind hier aufschlussreicher als viele Worte:
  • Sparlampen wandeln 80% der verbrauchten Energie in Licht um, im Vergleich zu nur 5% bei herkömmlichen Glühbirnen (hoher Wärmeverlust);
  • Da Sparlampen weniger aufheizen, verringert sich das Risiko von Brandwunden oder sogar Hausbränden;
  • Sparlampen verbrauchen bis zu 5 x weniger Strom als die klassische Glühbirne;
  • Ihre Lebensdauer ist ungefähr 8 Mal höher als diejenige von Glühbirnen ...

Ich kaufe die Mengen nach meinem tatsächlichen Bedarf.

Es hat keinen Zweck, systematisch große Mengen zu kaufen, um beim Stückpreis zu sparen. Ideal ist es, nach dem tatsächlichen Bedarf und der Größe des Haushalts einzukaufen.
Einverstanden, im 24er-Karton kostet der Jogurtbecher pro Stück weniger als im Sechserpack. Wenn sie aber von den 24 Bechern letztlich 6 wegwerfen müssen, weil sie schlecht geworden sind, machen Sie ein Verlustgeschäft. Die Rechnung ist einfach.

Ich kaufe Obst und Gemüse nach Saison und gebe dabei einheimischen Erzeugern den Vorzug.

Für eine solche Vorgehensweise sprechen mehrere Argumente. Denken Sie unter anderem an Folgendes:
  • Lokale Erzeugnisse mussten nicht erst um den halben Globus geflogen werden, um in der Auslage Ihres Gemüsehändlers zu landen; sie sind aufgrund der geringen Transportkosten billiger;
  • Mit dem Flugzeug, dem Schiff oder dem LKW die Erde zu umrunden, verursacht einen enormen CO2-Ausstoß. Für unsere Erde ist das mehr als schlecht;
  • Saisonprodukte konnten unter natürlichen Bedingungen einen optimalen Reifungsprozess durchlaufen. Sie sind deshalb gesünder und schmackhafter;
  • Lokale Saisonerzeugnisse aus natürlichem Anbau werden geringfügiger behandelt und sind daher wesentlich ursprünglicher ...

Ich kaufe aus zweiter Hand. (Tauschhandel, Spenden, Tauschbörsen ...)

Die Möglichkeiten, ein Produkt aus zweiter Hand zu finden, sind zahlreich und in mehreren Bereichen gegeben: Kleider, Freizeit, Möbel, EDV, Multimedia ...
Bei einer solchen Vorgehensweise sparen Sie nicht nur richtig Geld; Sie können so auch den Verbrauch natürlicher Ressourcen wirksam einschränken. Und ein Gut, das weiterverkauft oder eingetauscht anstatt weggeworfen wird, bleibt ein Gut und wird nicht zum Abfall!

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