Zu hause

Weniger Abfälle zu verursachen, ist häufig allein eine Frage der Vernunft, beziehungsweise der Änderung oder Anpassung von Verhaltensweisen. Die nachfolgenden Vorschläge können Sie ganz leicht in den Alltag umsetzen. Wenn alle mitmachen, geht es uns allen wesentlich besser.

In der Küche

Ich mache eine Bestandsaufnahme meiner Vorratsschränke, meines Kühlschranks ...

Wenn ich weiß, was ich noch habe, kaufe ich nichts doppelt. Außerdem ist das ein guter Ansatz zur Vorbereitung des Menüplans für die ganze Woche. Die wichtigste Zutat befindet sich vielleicht schon im Haus.

Ich fertige einen Menüplan für die ganze Woche an.

Das ist auch das beste Mittel um beim Abendessen die ewige Frage zu vermeiden: „Was gibt es morgen?“ Beim Anfertigen des Plans berücksichtigen Sie, was bereits vorrätig ist und bald verbraucht werden muss, die Vorlieben Ihrer Familie, vor allem aber die Anzahl der Personen, die an den Mahlzeiten teilnehmen werden. So können Sie die benötigten Mengen optimal anpassen.

Lebensmittel verstaue ich so, dass diejenigen mit dem nächstgelegenen Verfallsdatum im Regal vorne stehen

Sie verfahren also nach dem „First in, first out"-Prinzip. Dies ist vor allem bei Lebensmitteln wichtig. Indem ältere Produkte nach vorne und neuere nach hinten gestellt werden, vermeidet man das Problem des Jogurts, der im Kühlschrank vergammelt, weil er übersehen wurde.

Ich bereite das Essen in der richtigen Menge zu.

Wenn wir zum Essen einladen wollen, erstellen wir immer zuerst eine Liste der Gäste. Erstens erinnern wir uns dabei daran, was der eine oder andere mag oder auch nicht mag. Zweitens können wir so die Mengen genauer planen. Wir rechnen die Mengen des Originalrezepts auf die Zahl der Personen um, die am Tisch sitzen werden.

Ich verwerte Reste.

Unsere Großmütter waren Meisterinnen der Resteverwertung: Hartes Brot wurde zu köstlichen Nachspeisen, überreife Früchte zu schmelzendem Kompott ... Auch wir müssen wieder lernen, mit Resten zu kochen! So vermeiden wir, Essen zu verschwenden und unsere Mülleimer unnötig zu füllen. Außerdem sparen wir noch Geld dabei.
Noch mehr Ideen finden Sie unter http://www.epicurien.be/recettes/cuisines/restes-lendemain-placards/idees-preparations-accomoder-les-restes.asp

Ich lerne, die verschiedenen Kältezonen meines Kühlschranks richtig zu nutzen.

Wussten Sie, dass die Temperatur in Ihrem Kühlschrank nicht überall gleich ist? Er umfasst mehrere Bereiche, zwischen denen der Unterschied zum Teil mehrere Grad beträgt.

Es liegt natürlich auch am Modell (schauen Sie in der Gebrauchsanweisung Ihres Kühlschranks nach), aber im Allgemeinen unterscheidet man 5 Kältezonen. Jede ist für eine bestimmte Art von Lebensmitteln besonders geeignet:

  • Ein „temperierter“ Bereich (6-10°C): Für Milch, geriebenen Käse ...
  • Ein „kühler“ Bereich (4-6°C): Für gegartes Fleisch, gegarten Fisch und gegartes Gemüse, selbst gekochte Suppen, angebrochene Milch- oder Sahnedosen, Jogurt ...
  • Ein „kalter“ Bereich (<4°C): Für rohes Fleisch, Fleischaufschnitt, Geflügel, Wild, rohen Fisch, frische Sahne, zum Auftauen von Tiefkühlprodukten ...
  • Das Gemüsefach (8-10°C): Für Obst und Gemüse;
  • Ein „variabler“ Bereich (Tür): Für Getränke, Butter, Eier ...

Einige Tipps zur bestmöglichen Nutzung Ihres Kühlschranks finden Sie unter
http://www.ecoconso.be/Mieux-utiliser-son-frigo

Ich verwende Frischhaltedosen.

Um Reste bestmöglich zu konservieren, müssen einige Grundregeln eingehalten werden:
  • Sorgen Sie für ein möglichst rasches Abkühlen der Essensreste, die Sie dann, ebenfalls möglichst rasch, im Kühlschrank oder im Tiefkühlgerät verstauen. Einen Kessel können Sie zum Beispiel in ein wenig kaltes Wasser stellen, um den Abkühlprozess zu beschleunigen.
  • Bewahren Sie Reste niemals in dem Kessel auf, in dem sie das Essen zubereitet haben.
  • Verwenden Sie einen sauberen Löffel, um die Reste in eine saubere Frischhaltedose zu füllen. Benutzen Sie lieber Material aus Kunststoff als Metall (oder Alufolie), denn manche Lebensmittel nehmen Metallmoleküle aus dem Verpackungsmaterial auf. Denken Sie daran, dass manche hermetisch schließende Dosen direkt aus dem Tiefkühler in die Mikrowelle können. Praktisch, nicht?
  • Lassen Sie niemals Reste offen im Kühlschrank stehen. Es besteht die Gefahr, dass sie sich gegenseitig kontaminieren. Ein Grund mehr, sie in Frischhaltedosen umzufüllen ...

Ich leere Töpfe und Gläser gründlich.

Gründlich heißt hier: Bis auf den Grund des Gefäßes!
Während mit einem herkömmlichen Löffel immer etwas Sauce oder Schokocreme im Topf übrigbleibt, schert ein Teigschaber alles blitzeblank leer.
Wussten Sie, dass es für einen Teigschaber sogar mehrere Bezeichnungen gibt? Man nennt ihn auch Teigspatel, Gummihund, Teigzunge oder Kinderfeind (weil in der Schüssel nichts mehr zum Ausschlecken bleibt). Egal, wie sie ihn nennen – was zählt ist, dass Sie das Produkt bis auf den letzten Tropfen nutzen können.

Ich überprüfe die Verfallsdaten.

Achten Sie beim Einkauf auf die Verfallsdaten. Vermeiden Sie den Kauf von beinahe abgelaufenen Waren – es sei denn, sie wollen diese ohnehin rasch verzehren.
Wichtig ist es dabei, die Etiketten richtig zu lesen und auch zu verstehen:
Zu verbrauchen bis ...“ entspricht der Haltbarkeitsgrenze. Nach Ablauf dieses Datums kann der Verzehr dieses Produktes die Gesundheit gefährden;
Mindestens haltbar bis ...“ bedeutet, dass das Produkt mit gewissen Qualitätseinbußen auch über dieses Datum hinaus noch genießbar bleibt.
Weitere Informationen hierzu finden Sie unter http://www.ecoconso.be/Halte-au-gaspillage-alimentaire

Ich trinke Leitungswasser

Leitungswasser zählt zu den meistkontrollierten Konsumgütern in der Wallonie. Bevor es bei Ihnen aus dem Wasserhahn fließt, wurde es einer ganzen Reihe von Prüfungen unterzogen. Es verursacht keinerlei Verpackungsmüll und auch seine Beförderung über das Leitungsnetz ist völlig abfallfrei. Außerdem ist es rund um die Uhr buchstäblich im Handumdrehen verfügbar!

Im Esszimmer

Ich benutze echtes Geschirr, sowie Tischdecken und Servietten aus Stoff.

Alles ist bereit... Sie haben gerade mehrere Stunden am Herd gestanden und das Essen köchelt in Erwartung Ihrer Gäste langsam vor sich hin. Ihre Freunde werden begeistert sein! Trotzdem gibt es kein Fest ohne einen schön gedeckten Tisch: Einen Tisch ohne Abfälle, mit richtigen Gläsern, Stoffdecke und Stoffservietten, einer recycelbaren oder recycelten Dekoration ... Mit Papier oder Plastik den guten Eindruck zu verderben, wäre doch wirklich zu schade!
Tipp: Wenn Sie viele Gäste haben, können Sie Geschirr auch leihen.

In meinem Büro

Meine Korrespondenz, auch Glückwünsche, versende ich elektronisch.

Rechnen Sie es einmal aus: Postkarten und Briefmarken müssen Sie kaufen... und sich dann auch noch aller Postanschriften sicher sein! Glückwünsche per Post zu verschicken, ist inzwischen überholt, viel komplizierter und wesentlich teurer als per Mail. Umso mehr als es inzwischen zahlreiche Webseiten gibt, wo Sie Kartenmodelle herunterladen und individuell gestalten können. Das Versenden per Mail ist kostenlos und verursacht keinerlei Papierabfälle.

Jetzt sind Sie dran:

Ich verzichte auf das Telefonbuch.

Seit 2011 erhalten nur noch die Bürger, die ausdrücklich darum bitten, eine Papierfassung des Telefonverzeichnisses. Die Entscheidung, die obligatorische Verteilung an alle Kunden abzuschaffen, ist eine gute Sache um unseren Papierverbrauch einzuschränken.
Die Telefonverzeichnisse „Pages Blanches“ und „Pages d'Or“ sind online verfügbar und sehr praktisch:

Ich habe mich in die Robinson-Liste eingetragen.

Haben Sie schon einmal ausgerechnet, wieviel sinnlose Papiersendungen Sie jede Woche per Post erhalten? Angebote, die Sie überhaupt nicht interessieren, die aber jedes Jahr kiloweise Abfall verursachen.

Um seitens der Unternehmen, die der bdma (Belgian Direct Marketing Association) angeschlossen sind, keine namentlich adressierte, kommerzielle Werbung mehr zu erhalten, brauchen Sie sich nur in die Robinson-Liste einzutragen: http://www.robinsonlist.be/index_fr.htm.

Auch telefonische Anfragen dieser Art lassen sich größtenteils vermeiden: http://www.ne-m-appelez-plus.be.

Ich tätige meine Zahlungen online.

Online zu bezahlen hat viele Vorteile. Der erste liegt auf der Hand: Man schränkt seinen Papierverbrauch ein.

Home Banking ist eine einfache und direkte Lösung für Ihre Bankgeschäfte. Sie behalten stets den Überblick über Ihre Ausgaben, können die Bezahlung Ihrer Rechnungen optimal planen und tun zugleich der Umwelt etwas Gutes.

In der Waschküche

Ich halte mich an die Dosierempfehlungen des Herstellers.

Ihre Wäsche oder Ihr Geschirr wird nicht sauberer, wenn Sie die Produktmenge erhöhen. Die Dosierempfehlungen auf der Verpackung sind so berechnet, dass Ihre Wäsche und Ihr Geschirr optimal gereinigt werden. Viele Marken bieten heute auch Konzentrate an, die für niedrige Temperaturen geeignet sind. Rücken Sie hartnäckigen Flecken mit der guten alten Kernseife zu Leibe und überladen Sie die Wäschetrommel nicht.

In der Garage

Ich werfe nicht gleich weg, was kaputt geht, sondern repariere es oder lasse es reparieren.

Nach dem Sturz meines Sohnes habe ich sein Fahrrad selbst repariert. Den Keilriemen der Waschmaschine habe ich einfach auswechseln lassen. Ein Neukauf ist überflüssig, solange Reparaturen möglich sind.

Wir kaufen ein Werkzeug zu mehreren und teilen es uns.

Mein Nachbar und ich sind große Bastler. Bei einigen teuren Werkzeugen, wie übrigens auch bei Gartengeräten, haben wir beschlossen, sie gemeinsam einzukaufen. So können wir richtig gute Qualität kaufen, weil wir uns ja die Kosten teilen.

Überall

Ich verzichte auf Raumdüfte.

„Luft! Ich ersticke! Lasst mich atmen ...“ Wenn Ihr Haus reden könnte, würde es wahrscheinlich nach einem guten Zug Frischluft verlangen.

Wenn wir unsere Abfallmenge reduzieren möchten, sollten wir auf geruchsbeseitigende Produkte völlig verzichten: Sie enthalten gesundheitsschädliche Bestandteile (Allergien, erhöhtes Krebsrisiko ...) und Ihre Herstellung ist sowohl wegen der Verpackung als auch wegen der Aufmachung höchst belastend für die Umwelt.

Das Haus jeden Tag 10 Minuten zu lüften, trägt zu einem gesünderen Leben bei. Wenn Sie ein duftendes Ambiente mögen, sind statt der künstlichen Lufterfrischer ätherische Öle eine gute Wahl.

Ich entscheide mich für wiederaufladbare Batterien.

Wenn man weiß, wie schädlich eine Batterie für unsere Umwelt ist, ist jeder Zweifel ausgeräumt: Wiederaufladbare Batterien sind die richtige Wahl. Möglich sind 400 bis 1.000 Ladevorgänge! Sie sind folglich wesentlich umweltschonender und letztendlich deutlich billiger!

Egal um welche Art von Altbatterien es sich handelt: Bringen Sie sie stets zu einer Sammelstelle, damit sie recycelt werden können. Werfen Sie sie auf keinen Fall in den Müll und entsorgen Sie sie schon gar nicht in der freien Natur. Leere Batterien sind gefährliche Abfälle. Sie können hochgiftige Schwermetalle freisetzen (Quecksilber, Blei, Cadmium, Zink, Nickel).

Alles zum Thema Batterien:

Ich verwende umweltfreundliche Reinigungsmittel.

Wussten Sie, dass bestimmte Reinigungsmittel die Raumluft in unseren Häusern belasten?
Einige kluge Ratschläge:
  • Putzen Sie regelmäßig mit ein wenig warmem Wasser und Allzweckreiniger, um zu vermeiden, dass sich zu viel Schmutz ansammelt und die Verwendung aggressiver, umweltbelastender und teurer Produkte letztlich unvermeidlich wird.
  • Halten Sie sich an die Dosiervorschriften. Eine Steigerung der Dosierung erhöht nicht die Wirksamkeit und sie sparen umso mehr Geld.
  • Vertrauen Sie auf natürliche Produkte wie Essig, der sich zum Entfernen von Kalkablagerungen bestens eignet. Bevorzugen Sie außerdem als ökologisch gekennzeichnete Produkte (www.ecolabel.be).
  • Kaufen Sie möglichst wenige Produkte, deren Etikett ein Gefahrensymbol aufweist.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre über Haushalts-Sonderabfälle: http://www.copidec.be/BrochureDSMFINALE.pdf

Bevor ich etwas wegwerfe, denke ich an jede Art von Wiederverwendungsmöglichkeit. Aus Verpackungen können viele Dinge entstehen!

Stop ! Bevor wir etwas wegwerfen, sollten wir prüfen, ob man es wirklich nicht noch irgenwie verwenden könnte. Das alte Möbelstück auf dem Speicher kann restauriert und aufgefrischt werden. Vielleicht macht es sich gut auf dem Treppenabsatz. Schlimmstenfalls kann es als Kaninchenstall dienen. Und wer hat nicht schon alte Marmeladengläser benutzt, um in der Werkstatt Nägel und Schrauben aufzubewahren? Mit ein wenig Phantasie und Geschicklichkeit kann aus einem Stück Abfall leicht etwas Nützliches werden.

Ich ziehe Mikrofasern gegenüber Feuchttüchern vor.

Jetzt ist es beschlossene Sache: Zur Reinigung des Hauses nehme ich nur noch Mikrofasertücher.
Diese Lösung ist preiswert (das Tuch allein reicht, es ist kein Reinigungsmittel vonnöten), umweltfreundlich (keine Abfälle), vielseitig (das Tuch zieht Staub an, entfernt Fett und saugt Flüssigkeit auf, noch dazu auf allen Oberflächen) und kann bis zu 100 Mal gewaschen werden!

Ich leihe und miete, was ich kann.

Ein Buch, eine CD, Geschirr für die Geburtstags-Überraschungsparty meiner Ältesten, den Mulch-Rasenmäher des Nachbarn, ein Mountainbike für den Ausflug mit Kollegen, eine Leiter zum Befestigen des Gesimses ... Es gibt viele Dinge, die man ausleihen oder mieten kann. Man muss nicht alles selbst kaufen.

Auf meinem Briefkasten

Ich bringe den Aufkleber „STOP PUB“ an.

Der Aufkleber „STOP PUB“ betrifft nur Werbewurfsendungen und Gratispresse für alle Briefkästen. Also alle Drucksachen, auf denen Ihr Name und Vorname und Ihre Adresse nicht vermerkt sind.

Bestellen Sie den Aufkleber: http://stoppub.wallonie.be
Sie können ihn auch auf telefonische Anfrage beim Service Publications der DGO3 (081/33.51.80) oder bei Ihrer Interkommunalen für Umweltmanagement erhalten.

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